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Statusbericht 2009

Artikel vom 14.12.2010

Der Hamburger Bado e.V. legt den 13. Bericht zur Hamburger ambulanten Suchthilfe für das Jahr 2009 vor. Er beschreibt umfassend die Lebenssituation von 15.038 Alkohol- und Drogenabhängigen, die im Jahre 2009 die Einrichtungen der ambulanten Sucht- und Drogenhilfe in Anspruch genommen haben. Ein großer Teil dieser Menschen suchten im Jahr 2009 zum ersten Mal eine Suchtberatung auf, nämlich 47 % der Alkoholabhängigen, 60 % der Cannabisabhängigen und 20 % der Konsument(inn)en von Heroin, Crack oder Kokain.

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Statusbericht 2009 | PDF | 2,2 MB

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Spezialauswertungen

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Aus der Pressemitteilung

Suchthilfe wirkt
Dies wird bei der Betrachtung aller 4042 abgeschlossenen Behandlungen deutlich. Drei Viertel der Alkoholabhängigen lebten am Ende der Betreuung abstinent oder hatten ihren Alkoholkonsum mindestens halbiert. Ebenfalls bis zu drei Viertel der Heroin- oder Kokainabhängigen reduzierten den Konsum von Heroin, Kokain/Crack bzw. Benzodiazepinen beträchtlich oder konsumierten diese Drogen überhaupt nicht mehr. Die körperlich-gesundheitlichen und vor allem die psychischen Beschwerden nahmen bei den Alkohol- und Drogenabhängigen deutlich ab.

Suchthilfe wird immer mehr nachgefragt
In einer Spezialauswertung analysiert der diesjährige BADO-Bericht die Veränderungen im Suchthilfesystem im Zeitraum der letzten fünf Jahre (2005-2009).

Bedingt u. a. durch die Eröffnung von sechs neuen jugendspezifischen Projekten gab es den größten Klient(inn)enzuwachs bei den Cannabiskonsument(inn)en (2009: 2027; +131 %), während die Opiat- bzw. Kokainabhängigen (2009: 5023; + 13 %) und die Alkoholabhängigen (2009: 4194; + 33 %) weiterhin die größten Teilgruppen im Suchthilfesystem darstellen. Insgesamt konnten 35 % mehr Klient(inn)en betreut werden. Jedoch gingen die durchschnittlichen Betreuungszeiten bei den Alkoholabhängigen (- 15 %) und auch bei den Drogenabhängigen (- 19 %) zurück.
Insgesamt wurden mehr Klient(inn)en mit Migrationshintergrund erreicht (+5 %).

Suchtmittelabhängige aus allen Stadtteilen werden erreicht
In einer weiteren Spezialauswertung wurde untersucht, wie die verschiedenen Hamburger Stadtteile von den ambulanten Drogen- und Suchthilfeeinrichtungen erreicht werden. Die Ergebnisse zeigen zum einen, dass Hamburg ein hochdifferenziertes Hilfesystem aufweist. Die Einrichtungen der Suchthilfe werden von Betroffenen aus allen Stadtteilen genutzt. Dies ist auch aufgrund der guten Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz möglich.

Der BADO-Bericht 2009 wurde vom Zentrum für Interdiszplinäre Suchtforschung (ZIS) der Universität Hamburg erstellt

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Der Bericht kann auch als Broschüre bestellt werden

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